Frankfurter Hauptfriedhof:  Kriegsgräber  (3)
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Gräberfeld der deutschen und ausländischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft (Gewann I)
Unter den deutschen Opfern des Nationalsozialismus finden sich die Urnen von 355 Menschen, die im Rahmen der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" ermordet wurden. Die meisten von ihnen kamen in der Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar ums Leben.
Der elfjährige Alfred Gerlach aus Frankfurt (Block 1G, Reihe 8, Grab 8) war bereits in mehrere Anstalten eingewiesen worden, bevor man ihn am 19. März 1941 von Scheuern nach Hadamar verlegte. Wenige Wochen später wurde er Opfer der "Euthanasie" und wahrscheinlich in der Gaskammer der Anstalt ermordet.
Wie in vielen anderen Städten des Deutschen Reiches wurden während des Krieges auch in Frankfurt Tausende von Zwangsarbeitskräften bei ortsansässigen Rüstungsbetrieben  eingesetzt.
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Mehr als 500.000 Menschen mußten beispielsweise für die I.G. Farben AG arbeiten.
Meistens kamen sie aus der ehemaligen Sowjetunion. Viele von ihnen starben an Krankheit, Entkräftung, Hunger und Unterernährung.
Die 19-jährige Katarina Pritecka (Block A, Reihe 2, Grab 3) starb am 14. April 1945 im Städtischen Krankenhaus.
Waldemar Judicki (Block N, Reihe 1 Grab 33) wurde als Lagerarbeiter beschäftigt und kam am 9. März 1945 im Alter von 20 Jahren ums Leben. Die Todesursachen sind in beiden Fällen unbekannt.
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Gemeinschaftsgrab der KZ-Häftlinge
Etwas abseits findet sich im Gewann E das Gemeinschaftsgrab von 528 KZ-Häftlingen. Es waren vor allem polnische Staatsbürger, die zwischen August 1944 und März 1945 bei den Frankfurter Adlerwerken, einem Außenkommando des KZ Natzweiler, Zwangsarbeit leisten mußten.
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Das rechte Bild hier in der letzten Reihe zeigt die Informationstafel, die anläßlich des Tag des Friedhofs am 18.September 2005 enthüllt wurde.

Plan der Kriegsgräber in Gewann VII  sowie  Gewann I - NS Kriegsopfer


Für weitere Informationen:
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Landesverband Hessen
Sandweg 7
60316 Frankfurt am Main
Telefon 069 944907-0