Bornheimer Friedhof Frankfurt am Main:  Carl Ernst Fischer
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Carl Ernst Fischer (07.03.1900 - 29.04.1974)

Gewann H 1571

Zur Person

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Carl Ernst Fischer; Künstlername: Cefischer (Cefi)

Illustrator, Gebrauchsgraphiker und Porzellanmaler.
Illustrationen für verschiedene Zeitschriften, u. a. für die "Fliegenden Blätter" und die "Lustigen Blätter".
Schuf für die "Frankfurter Illustrierte" 1952 die Figur des Katers  "Oskar, der Familienvater".
Mitbegründer und Mitglied der Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler.
Zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen.
1965 Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Ort der Grabstätte Bornheimer Friedhof, Frankfurt am Main, Gewann H 1571     (Lage hier klicken)
Inschrift: Klick vergrößert

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HIER RUHT IN FRIEDEN
ELSE FISCHER
GEB. BÖCKEL
*16.1.1903 +19.8.1959
CARL FISCHER
+ 7.3.1900 + 29.4.1974
KLAUS HEIN
FISCHER
* 4.10.1937 + 10.7.2001
 

Biographie

Carl Ernst Fischer Künstlername: Cefischer (Kürzel: Cefi) geboren am 07.03.1900 in Frankfurt am Main und am 29.04.1974 auch in Frankfurt am Main gestorben. Beruf: Zeichner und Illustrator.
1914 begann er die Lehre in einem kunstgewerblichen Atelier. Der Ersten Weltkrieg unterbrach seine Ausbildung. Er war Schüler der Kunstgewerbeschule, zunächst in Abendkursen bei Hugo Bäppler (1876-1956), dann ganztägig Schüler der Malklasse von Johann Vincenz Cissarz (1873-1942). Hauptsächliche Tätigkeit als Illustrator, Gebrauchsgraphiker und Porzellanmaler. Illustrationen für verschiedene Zeitschriften, unter anderem für die "Fliegenden Blätter" und die "Lustigen Blätter".
Klick vergrößert Seit 1937 Redakteur und Pressezeichner bei der "Frankfurter Illustrierten".
Nach Zerstörung des Verlagsgebäudes im Zweiten Weltkrieg wurde die Redaktion der Zeitschrift nach Prag evakuiert, wo Carl Ernst Fischer bis zur Einstellung des Blattes 1945 tätig war. Dann war er in einer Redaktion in Wien beschäftigt.
Auf der Durchreise von Wien nach Amorbach, wo die Familie evakuiert war, verlor Carl Ernst Fischer am 4. Januar 1945 bei einem Bombenangriff in Fulda beide Arme. Mit beispielloser Energie lernte er das Malen mit dem Mund und konnte bald
wieder als Illustrator arbeiten. Seit 1948 arbeitete er wieder als Zeichner bei der neugegründeten "Frankfurter Illustrierten".
In dieser Zeit Schuf er für diese Zeitschrift 1952 die Figur des Katers Oskar, dessen Erlebnisse als Comicserie "Oskar, der Familienvater" zehn Jahre lang allwöchentlich in der "Frankfurter Illustrierten" erschienen. Aus den insgesamt 1500
Blättern sind einige ausgewählte in sieben Bänden zusammengefaßt erschienen.
Es folgten 1950 das Bilderbuch "Ping und die Schatzinsel". Zahlreiche Buchillustrationen, unter anderem zu "Reineke Fuchs" (1949), "Till Eulenspiegel" und "Gullivers Reisen" sowie 1986 zu Dichtungen von Friedrich Stoltze.
Die Autobiographie "Cefischer erinnert sich" erschien 1969 und "Cefischer in fröhlicher Runde" war ab 1970 im Handel. Mitte der 70er Jahre wurden alle Oskargeschichten nochmals in dem Sammelband "Oskar der Familienvater" aufgelegt, der längst vergriffen ist. In zahlreiche internationale Ausstellungen waren seine Werke zu bestaunen. Zu seinem 65. Geburtstag (1965) organisierte die Heussenstamm-Stiftung eine Ausstellung zu Ehren des Mundmalers. Das Bundesverdienstkreuz wurde ihm ebenfalls 1965 überreicht.
Fast 10 Jahre später fand eine Gedächtnisausstellung im Zoo-Gesellschaftshaus in Frankfurt am Main statt. Carl Ernst Fischer war Mitbegründer und Mitglied der Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler. Zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen ehrten den Künstler. Seinen künstlerische Nachlaß verwaltet das Stadtarchiv Frankfurt am Main.
   
Internet-Info

http://de.wikipedia.org/wiki/Cefischer

  http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=9938
  Infos über Klaus-Hein Fischer (1937-2001)

Fotos

Die Fotos (unten) wurden freundlicherweise von Herrn Christian Holzner von der
Vereinigung Mund- und Fußmalender Künstler in Stuttgart auf Anfrage für diese Website zur Verfügung gestellt. Fotograf nicht bekannt.

 
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Buchtitel (Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Oskar, der Familienvater (1954 - Frankfurter Societäts Druckerei)
Oskar ist der Grösste
Frech wie Oskar (1956 - Verlag der Frankfurter Bücher , Frankfurt a. Main)
Oskar - Lausbubereien (1957 - Verlag der Frankfurter Bücher , Frankfurt a. Main)
Oskar und Lumpi (1958 - Verlag der Frankfurter Bücher , Frankfurt a. Main)
Oskar wird Schloßherr (1959 - Verlag der Frankfurter Bücher , Frankfurt a. Main)
Oskars Abenteuer (1955 - Frankfurter Societäts Druckerei)
Oskars Seereise (1960 - Verlag der Frankfurter Bücher , Frankfurt a. Main)
Ping und die Schatzinsel
Cefischer in fröhlicher Runde
Cefischer erinnert sich
Poldi, ein Philosoph auf vier Beinen

Bild oben:
 Illustration v. "Cefischer"
Kinderroman von Erich Kästner
"Das fliegende Klassenzimmer"