Frankfurter Hauptfriedhof: KZ-Adlerwerke Gewann E 157
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GPS: N 50° 08' 01.49" E 008° 41' 12.71''

Die Worte auf dem Gedenkstein sind in zwei Sprachen verfaßt. Hier der Deutsche Text:

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Inschrift:
 
ZUM GEDENKEN       HIER RUHEN 528 MENSCHEN.
SIE STARBEN ZWISCHEN AUGUST 1944 UND MÄRZ 1945 IN DEN ADLER - WERKEN IN
FRANKFURT AM MAIN.     SIE WURDEN DURCH ARBEIT, ZWANGSARBEIT VERNICHTET
SIE VERHUNGERTEN, STARBEN AN ENTKRÄFTUNG, AN UNBEHANDELTEN KRANKHEITEN,
WURDEN ZU TODE GEPRÜGELT.       SIE STARBEN MITTEN IN FRANKFURT.
 
 
DIE ADLER - WERKE WAREN EINE AUßENSTELLE DES  KONZENTRATIONSLAGERS
NATZWEILER

 
DER SCHOß IST FURCHTBAR NOCH, AUS DEM DAS KROCH. BERT BRECHT.  

Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke
Die Grabstätte liegt in Gewann E,
ganz der Nähe des Lichnowsky-Platz
Kreuz und Grabplatten Grabplatte mit Inschrift und an
Stirn- und Rückseite mit Symbolen
An der Stirnseite der Grabplatte, die an einen Sarkophaq erinnert, ist ein Schmetterling reliefartig eingemeißelt, der die in den Himmel aufsteigenden Seelen der Verstorbenen symbolisiert.
Am Fußende, also an der Rückseite, ist ein Laib Brot eingraviert, der wahrlich das Kostbarste darstellte, wonach sich diese Menschen sehnten, als sie elendig verhungern mußten.

Entwurf und Gestaltung: Dirk Wilhelm Bührmann

Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke
Symbol Stirnseite: Schmetterling Kreuz mit Jesus Symbol Rückseite: Laib Brot
Die ursprüngliche Bestattungsstätte der Toten des KZ-Katzbach/Adlerwerke war auf dem von den Nazis konfiszierten Gelände des jüdischen Friedhofes. 1948 wurde die Umbettung in das heutige Grab veranlaßt. Die polnische Geistlichkeit ließ es anlegen und ein Steinkreuz errichten mit der polnischen Inschrift »Ofiaron niemieckich Obozow Koncentracyinych. 1948 Rodacy« (Übersetzt: »Für Opfer aus deutschen Konzentrationslagern. 1948 Landsleute«)
1986 wurde eine Platte mit der polnisch-deutschen Inschrift »Den Opfern des Faschismus« auf das Grab gelegt – eine private Initiative des »Bundes der Polen Zgoda e.V.«
Seit 1995 pflegt der Verein LAGG (Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim) die Grabstätte.
Auf Betreiben des LAGG wurde das Grab 1997 umbenannt von »polnische Kriegsgräber« in »Grabstätte der Opfer des KZ-Außenlagers Katzbach/Adlerwerke«.
Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätte KZ-Adlerwerke
Grabplatte am Kreuz mit Inschrift:
OFIAROM NIEMIECKICH
OBOZOW KONCENTRACYJNYCH

DEN OPFERN DES
FASCHISMUS

ZWIAZEK POLAKOW "ZGODA"
FRANKFURT
Kreuz-Sockel mit Inschrift:
 +OFIAROM NIEMIECKICH +
OBOZOW KONCENTRACYJNYCH
1948                   RODACY
 
Platten mit Namen der Ermordeten
umrahmen die Grabstätte
Namensliste mit den
528 Namen der
Ermordeten, hier klicken

Link zur Internetseite Internetseite: www.kz-adlerwerke.de
Themen (Auswahl):
Das Konzentrationslager in den Adlerwerken in Frankfurt a. M.
Das Gemeinschaftsgrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof
Auseinandersetzung um den Text auf dem Gedenkstein
Golub-Lebedenko-Platz
Herkunft der KZ-Häftlinge
Verantwortlich für Mißhandlung..
Die Historiker
Todesmarsch der KZ-Häftlinge..
Szenische Collage
Etwa 200 Frankfurter gedenken gemeinsam mit Überlebenden der Opfer des KZ Adlerwerke

Entschädigung wird nicht gewährt


Dokument

Brief an Frau Jedrzejczak vom Polnischen Schulverein "Oswiata" in Frankfurt am Main
vom 16.Oktober 1997

Betrifft: Die Grabstätte der polnischen Opfer des KZ-Außenlagers Katzbach/Adlerwerke

 

Frankfurter Hauptfriedhof: Dokument zur Grabstätte KZ-Adlerwerke

Ein Aufsatz von Gisela Hand für Initiative gegen das Vergessen:
Alexander Gavrilovic Iwanko, ehemaliger Zwangsarbeiter der Adlerwerke in Frankfurt

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