Frankfurter Hauptfriedhof: Reichenbach - Lessonitz (1)
Grabkapelle / Mausoleum [1] -  Gruft [2] -  Familie [3] -  Baumeister [4] -  Weiteres [5]
GPS: N 50° 08' 03.00" E 008° 41' 07.49''

Grabkapelle - Mausoleum                    
von Reichenbach-Lessonitz                    


Das Mausoleum aus rotem Sandstein im
Gewann F auf einer Anhöhe gelegen ist für die Öffentlichkeit stets verschlossen und nur bei Führungen ist eine Besichtigung möglich. 
 
Es erhebt sich auf kreuzförmigem Grundriß, be- stehend aus Vorhalle mit Zugang zur Gruft und 2 Nebenräumen mit 3 gerade geschlossenen flachen Nischen, die am Außenbau hervortreten. Der Bau wird von einer Rippenkuppel bekrönt. Eine Treppe führt zum neoromanischen Portal der Vorhalle. Das Relief über dem Eingang zeigt 2 trauernde Frauen vor dem mit einem Felsen verschlossenen Grab Christi als Symbol der Grabesruhe vor der Auferstehung. Klick vergrößert
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In der Vorhalle dringt nur diffuses Licht durch die je zwei Sandsteinfenster als Rundbogen. Der dann
folgende Kult- und Gedenkraum nimmt drei rundbogig geschlossene Nischen auf. Die östliche enthält den reich ornamentierten Altar aus weißem Marmor (1843 Entwurf Friedrich Hessemer).
Das Kruzifix ist von Johann Nepumuk Zwerger.
Klick vergrößert Klick vergrößert Klick vergrößert Klick vergrößert Klick vergrößert. Inschrift "DEM ANDENKEN DER MUTTER" Klick vergrößert Klick vergrößert. Inschrift: "DEM ANDENKEN DES VATERS"
Die Sarkophage, ebenfalls aus weißem Marmor, tragen die Liegefiguren der Gräfin und des Kurfürsten.
Über den Liegefiguren befindet sich das kurfürstliche und das Reichenbach-Lessonitzsche Wappen.
Die linke Figur der Gräfin stammt von Eduard Schmidt von der Launitz und wurde um 1863 fertiggestellt.
Die Liegefigur des Kurfürsten, rechts vom Kruzifix, wirkt nicht so feingliedrig sondern puppenhaft und starr. Der offensichtliche Qualitätsunterschied könnte auf eine Werkstattarbeit hinweisen.
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Vorraum
(Süden)
 
Liegefigur der
Gräfin
(Nordseite)
Blick in die Kuppel Liegefigur des
Kurfürsten
(Südseite)
Abgang zur
Gruft (Norden)

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Kurfürst Wilhelm II. wurde 1847 in der Fürsten-
gruft der Hanauer Marienkirche beigesetzt. Die Skulptur wurde erst nach seinem Tod von den Kindern der Gräfin in Auftrag gegeben. Sie wurde jedoch, wie auch der Sarkophag für seine Frau, von Anfang an in die Planung der symmetrisch komponierten Anlage einbezogen. Die Mitte des Fußbodens des Kult- und Gedenkraums markiert ein mit vegetabilen Ornamenten durchbrochenes Rund, einzige Beleuchtung der darunter liegenden Gruft.

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Liegefigur der Gräfin (Nordseite) Liegefigur des Kurfürsten (Südseite)

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Lichtschacht im Boden zur Gruft.
Die Tragfähigkeit ist unbekannt.
Lichtschacht an der Decke
in der Gruft
Blick durch den Lichtschacht nach oben. Man kann die Fenster der Kuppel gut erkennen

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Eingang der Gruft

Nische Nord-Teil

Nischen Ost- und Süd-Teil

Nach Fertigstellung des Bauwerkes wurde als erstes 1861 der 2. Sohn des Kurfürsten Wilhelm II und der Gräfin Emilie, Carl Gustav Graf von Reichenbach-Lessonitz (24.08.1818-26.09.1861), in der Gruft beigesetzt. (Mittleres Bild: Sarg im Vordergrund) Erst danach, am 24. März 1896 wurde der Sarg von Emilie Ortlepp, Gräfin von Reichenbach-Lessonitz  (13.05.1791-12.02.1843) aus der Gruft 29 (Frankfurter Hauptfriedhof) hier in das Mausoleum überführt (Mittleres Bild: Schwarzer Sarg im Hintergrund).
Dabei wurde die Leiche der Gräfin umgebettet.

 

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